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Offener Brief des Verbandspräsidenten

Hamburger Fußballverband fasst Saisonabbruch ins Auge


Seit Anfang November ruht der Spielbetrieb im deutschen Amateurfußball. War zwischenzeitlich die Hoffnung vorhanden, die Saison 2020|21 bereits im Januar fortzusetzen, haben die Corona-Infektionszahlen dieses Vorhaben längst zunichte gemacht. Stattdessen geht Deutschland in einen verschärften Lockdown. Als Konsequenz daraus fasst der erste Fußballverband nun einen Saisonabbruch ins Auge.

„Leider müssen wir realisieren, dass die Inzidenzwerte in dem Hamburger Fußballverband zugehörigen Umland-Kreisen nicht so rasch sinken, wie viele von uns das erhofft haben. Sicherlich werden die Inzidenzwerte nachhaltig unter „fünfzig Personen“ liegen müssen, damit ein Öffnen der Plätze stattfinden wird“, prognostiziert Dirk Fischer, Präsident des Hamburger Fußballverbandes, in einem offenen Brief. Unter dieser Prämisse und den Erkenntnissen aus den durchgeführten Videokonferenzen und der Vereinsumfrage habe das HFV-Präsidium am Donnerstag, den 07. Januar, getagt, die Rahmenbedingungen zusammengetragen und Entscheidungen getroffen.

Eine Prüfung durch die spielleitenden Ausschüsse hat ermittelt, wann spätestens mit dem Spielbetrieb begonnen werden muss, um unter den vorhandenen Voraussetzungen unter Corona-Bedingungen mit Hygienekonzepten in allen Altersbereichen eine komplette Hinrunde, die zur Wertung über Auf- und Abstieg entscheiden würde, zu Ende spielen zu können. Im Ergebnis ist dafür das Wochenende vom 26. bis 28. Februar der letztmögliche Starttermin. Weitere Voraussetzung für dieses Startwochenende ist eine mindestens 14-tätige Trainingsmöglichkeit in Mannschaftsstärke. Daraus ergibt sich, dass die Sportanlagen spätestens ab dem 13. Februar für Mannschaftstraining wieder geöffnet werden müssen.

„Sollte hingegen der 13. Februar verstreichen, ohne dass bis dahin Mannschaftstraining wieder möglich ist, wird die Saison 2021|22 am 01. Juli 2021 mit dem Stand 01. Juli 2020 neu begonnen. Dann gäbe es in der Saison 2020|21 keine Meister und keine Auf- oder Abstiege. Über eventuelle überregionale Auf- und ggf. Abstiege müsste gesondert entschieden werden“, heißt es in dem offenen Brief des Hamburger Verbandspräsidenten.

Es sei nun mit dem DFB und dem Norddeutschen Fußballverband zu klären, ob und in welcher Form Auf- und Abstiege in überregionale Staffeln überhaupt stattfinden werden. Sollte es Absteiger geben, würden diese in der höchsten Hamburger Staffel eingegliedert werden. Ebenfalls wird in diesem Zusammenhang über eine Fortführung des LOTTO-Pokals, der im Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen als Westfalenpokal bekannt ist, zur Ermittlung der teilnehmenden Mannschaften an den DFB-Pokal-Wettbewerben entschieden.

Manfred Schnieders, Vize-Präsident des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen, hatte unter der Woche gegenüber den Ruhr Nachrichten erklärt, dass er nicht davon ausgehe, dass der Spielbetrieb im Februar wieder aufgenommen werden könne. Sollte sich diese Vermutung bewahrheiten, steht die Saison 2020|21 für den FLVW aber noch nicht vor dem Abbruch. Vielmehr hat der Verband noch einmal bekräftigt, bis zum 30. Juni zumindest fünfzig Prozent aller Spiele einer Liga durchführen zu wollen, um ein wertbares Ergebnis mit Auf- und Absteigern zu erhalten.

-> Manfred Schnieders macht Fußballern wenig Hoffnung


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