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08.11.2023 | 10:00 | 3 M.
Zur Gewinnung neuer Schiedsrichter

Mathias Gerlach und Luis Obertrifter werben für Schiri-Kampagne des FLVW

Mit einer großangelegten Kampagne geht der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen zusammen mit seinen 29 Kreisen öffentlichkeitswirksam in die Gewinnung von Nachwuchs-Schiedsrichterinnen und -Schiedsrichtern. Das Ziel: Mehr Neulinge auf den westfälischen Fußballplätzen. Mehr Respekt im Umgang miteinander. Mehr Fair-Play im Amateur- und Jugendfußball. Zwei HSK-Vertreter sind Bestandteil der Kampagne.

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Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sind Teil des Spiels. Und unverzichtbar. „Wir wollen im wahrsten Sinne des Wortes ‚Gesicht zeigen‘ und uns offensiv präsentieren. Als Sportlerinnen und Sportler, die den Fußball genauso lieben wie die Spielerinnen und Spieler. Und genau deshalb werben wir mit unseren eigenen Schiris aus ganz Westfalen und hoffen auf großen Zuwachs in unserer Sportfamilie“, erklärt Marcel Neuer, der als Vorsitzender des Verbands-Schiedsrichter-Ausschusses die Kampagne mitinitiiert hat.

Neben den prominenten Gesichtern von Bundesliga-Schiedsrichter Sören Storks aus Ramsdorf im Fußballkreis Recklinghausen und dem Oberliga-Schiedsrichter Waldemar Stor aus dem Fußballkreis Lemgo setzt der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen bei der Kampagne auf Lokalität und Authentizität. Mit aktiven Schiris aus den 29 Fußballkreisen.

„Wir haben allen Kreisen und Kreis-Schiedsrichter-Ausschüssen die Möglichkeit gegeben, Teil der Kampagne zu sein und Schiris zum Foto-Shooting in das SportCentrum Kaiserau zu schicken. Die Kampagne versteht sich als Gemeinschaftsprojekt von Verband, Kreisen und auch Vereinen. Unsere Kreise und Vereine sollen die Möglichkeit bekommen, mit einem bekannten Gesicht vor Ort für die Anwärter-Lehrgänge zu werben. Das schafft auch bei den potenziellen Anwärterinnen und Anwärtern Nähe und Glaubwürdigkeit. Vor allem, wenn sie den Schiri vom Kampagnen-Motiv schon mal selbst auf dem Platz gesehen haben“, erklärt Marcel Neuer.

Einer von ihnen ist Mathias Gerlach aus dem Fußballkreis Hochsauerlandkreis. „Als Schiri hast du nie ein Heimspiel, bist aber trotzdem auf dem Platz zu Hause“, wirbt der 36-Jährige ab sofort als einer von insgesamt 29 Testimonials auf den Motiven der FLVW-Schiri-Kampagne. Der Schiedsrichter des FC Hilletal pfeift aktuell bis zur Westfalenliga. Aus dem Fußballkreis Arnsberg ist Bezirksliga-Schiedsrichter Luis Obertrifter vom SV Bachum/Bergheim mit dabei und sagt: „Gemeinsam im Team zu agieren, macht besonders großen Spaß.“

Unter dem Motto „Liebe den Sport. Leite das Spiel“ hatte der Deutsche Fußball-Bund bereits im Frühjahr das „Jahr der Schiris“ ausgerufen. Der DFB und seine Landesverbände werben seitdem mit zahlreichen öffentlichkeitswirksamen Aktionen für die Referees und ihre Leidenschaft. Die neue Schiri-Kampagne des FLVW soll nicht nur auf die Initiative einzahlen, sondern konkret für die Aufgabe als Schiedsrichterin oder Schiedsrichter in Westfalen werben.

„Im ersten Halbjahr 2023 hat der deutsche Fußball fast 35 Prozent mehr Neulinge verzeichnet als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Dieser Zuwachs ist auch im FLVW deutlich zu erkennen“, weiß Andree Kruphölter, Vize-Präsident Amateurfußball im FLVW. Waren es im ersten Halbjahr des Jahres 2022 noch 197 Neulinge bei den Männern und 15 bei den Frauen, kann sich Westfalen im ersten Halbjahr über 293 Schiedsrichter sowie 29 Schiedsrichterinnen freuen – und liegt damit innerhalb des DFB deutlich über dem Durchschnitt. „Da geht aber noch mehr – deswegen zünden wir jetzt ganz bewusst die nächste Stufe und setzen so lokal wie möglich in unseren Kreisen an“, sagt Andree Kruphölter.

Auch die westfälischen Fußballvereine sind aufgerufen, aktiver Teil der Kampagne zu werden, wie Marcel Neuer erklärt: „Alle Schiris sind Mitglieder in einem westfälischen Fußballverein. Oftmals klagen die Clubs über zu wenig Schiris und die Ordnungsgelder, die gezahlt werden müssen, wenn das Schiri-Soll nicht erfüllt wird. Die Vereine müssen aber auch verstehen, dass Schiris Teil der Gemeinschaft sind und vermehrt in den Vereinsalltag eingebunden werden wollen. Dafür braucht es auch seitens der Clubs ‚Kümmerer‘ und Anerkennung. Wir sitzen alle in einem Boot.“

Damit der Einstieg in die Schiri-Karriere möglichst schnell und einfach gelingt, hat der FLVW auf seiner Internetseite unter www.flvw.de/schiriwerden die wichtigsten Fragen rund um das Thema „Schiri werden“ beantwortet. Über das Schiri-Kontaktformular besteht die Möglichkeit, selbst Fragen zu stellen. Zudem sind auf der Homepage alle Anwärter-Lehrgänge – dezentral in den Kreisen und zentrale Angebote des FLVW – aufgeführt. Die Termine werden fortlaufend aktualisiert.


Autor: Rico Schulte

Rico Schulte ist Gründer und Geschäftsführer von match-day.de und schreibt seit Juli 2013 über die Neuigkeiten im Sauerlandfußball. Sein ständiges Bestreben ist es, match-day.de zu verbessern und weiterzuentwickeln.

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