Foto: Jan Stratmann
In der „Bundesliga des Sauerlandes“ geht der TuS Oeventrop nach dem 21. Spieltag ganz schweren Zeiten entgegen. Das Schlusslicht verlor auch das Derby gegen TuRa Freienohl mit 1:3 und kann den Abstieg angesichts von nun acht Punkten Rückstand wohl nur noch mit einem Wunder abwenden, da auch der TV Fredeburg und die SF Hüingsen wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt sammelten.
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Dirk Stoltefaut | Zum Profil | ![]() |
TuS Oeventrop – TuRa Freienohl 1:3 (0:3). TuRa Freienohl hat seinen Höhenflug im Kalenderjahr 2025 auch im Derby beim TuS Oeventrop fortgesetzt, mit einem 3:1-Sieg seinen Vorsprung auf einen Abstiegsplatz auf vier Punkte ausgebaut und jetzt schon genauso viele Zähler geholt wie in der ersten Saisonhälfte. Derweil kassierte Oeventrop die fünfte Niederlage im fünften Pflichtspiel nach der Winterpause, die vorentscheidenden Charakter gehabt haben dürfte. So trennen den Aufsteiger nun satte acht Zähler vom rettenden 13. Tabellenplatz, sodass die Grün-Weißen nicht weniger als ein Wunder benötigen, um dem direkten Wiederabstieg doch noch zu entgehen. Dabei verschlief der TuS vor 300 Zuschauern vor allem den ersten Durchgang und bekam TuRa-Stürmer Dirk Stoltefaut überhaupt nicht in den Griff. Der hatte erst in der Vorwoche beim 5:0 gegen Serkenrode/Fretter einen lupenreinen Hattrick erzielt und legte im Derby direkt noch einen nach. Nach dem 1:0 in der sechsten Minute ließ er die gegnerische Abwehr nach einer knappen halben Stunde ganz alt aussehen und traf zum 2:0 (29.), ehe er mit dem Pausenpfiff sein achtes Tor im vierten Einsatz erzielte und schon fast alles klar machte (45.). Oeventrop steigerte sich zumindest nach dem Seitenwechsel und kam in der 72. Minute durch Hendrik Sommer immerhin noch zum 1:3-Anschlusstreffer, für mehr reichte es aus Sicht der Hausherren aber nicht mehr, die damit wohl nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt haben. „Ein Abstimmungsfehler hat zum frühen Rückstand geführt und uns aus der Bahn geworfen, denn danach haben wir eine sehr schwache erste Halbzeit gespielt. Von den Chancen her war es ein Derby auf Augenhöhe, aber Dirk Stoltefauts Abschlussquote hat den Unterschied gemacht. Mit jeder Niederlage wird es für uns natürlich schwieriger, aber tot sind wir noch lange nicht“, meinte TuS-Trainer Carsten Krämer. TuRa-Coach Matthias Kauke stellte klar: „Der Sieg ist völlig verdient. Wir waren von Beginn an die bessere Mannschaft und haben das Derby viel besser angenommen als der Gegner. Nach der klaren Pausenführung haben wir es gut verteidigt und drei ganz wichtige Punkte geholt. Ich bin stolz auf jeden Einzelnen, denn die Truppe hat es klasse gemacht.“
TV Fredeburg – SV Oberschledorn/Grafschaft 2:1 (1:0). Der TV Fredeburg punktet im Abstiegskampf weiter fleißig und hat sich auch gegen den SV Oberschledorn/Grafschaft mit 2:1 durchgesetzt, womit sich die Blau-Weißen ein Drei-Punkte-Polster auf einen Abstiegsplatz verschafft haben. Die Gäste, die zuvor nur eines ihrer letzten sechs Punktspiele verloren hatten, fanden im Sechs-Punkte-Spiel lange Zeit überhaupt nicht statt und liefen schon nach sechs Minuten einem Rückstand hinterher, für die der zuletzt gesperrte Andre Siepe gesorgt hatte. Fredeburg hatte so leichtes Spiel und erwischte auch im zweiten Abschnitt den besseren Start, als Andre Siepe das 2:0 folgen ließ (50.). Danach wachte Oberschledorn/Grafschaft aber endlich und suchte die Flucht nach vorne. In der 84. Minute brachte Hannes Goldkuhle seine Mannschaft dann mit einem verwandelten Elfmeter zurück ins Spiel, woraufhin die Gäste zwar auf den Ausgleich drängten, mehrere gute Möglichkeiten aber nicht verwerten konnten und so letztlich mit leeren Händen die Heimreise antreten mussten. „Das sind wieder drei verdiente Punkte. Die Jungs haben sich wieder für ihren Aufwand belohnt. Wir haben hinten sehr stabil gestanden und auch die Drangphase des Gegners gut überstanden. Andre Siepe hat beide Tore überragend erzielt“, lobte TV-Trainer Moritz Koch. SVO-Coach Lukas Gerbracht kritisierte: „Wir haben in der ersten Halbzeit alles falsch gemacht, was man falsch machen kann und jegliche Lauf- und Kampfbereitschaft vermissen lassen. Nach dem 0:2 sind wir dann aufgewacht, haben angefangen unseren Matchplan umzusetzen und waren klar überlegen. Neben dem Elfmeter hatten wir noch vier dicke Chancen und einen Lattentreffer aus der Distanz. Unter dem Strich ist die Niederlage trotz der Mehrzahl an Chancen völlig verdient, weil Fredeburg einfach mehr in das Spiel investiert hat als wir. Ich hatte eigentlich das Gefühl, dass wir allmählich bereit sind, um den nächsten Schritt zu machen, aber dieser Mannschaft fehlt einfach der Ehrgeiz dazu.“
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Andre Siepe | Zum Profil | ![]() |
TuS Medebach – SF Hüingsen 0:2 (0:0). Der TuS Medebach hat beim Debüt von Neu-Trainer Jens Fresen eine bittere 0:2-Heimniederlage gegen die SF Hüingsen kassiert und damit nun drei Zähler Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Im Hansestadion begegneten sich beide Mannschaften lange Zeit auf Augenhöhe und ließen nicht viele Chancen zu. Hüingsen bestrafte nach etwas mehr als einer Stunde aber einen Fehler der Hausherren, durch den Bartu Baldan die Sportfreunde auf Kurs brachte (65.). Zehn Zeigerumdrehungen später ließ Fabian Palczewski dann das 2:0 für die Gäste folgen (75.), die danach nichts mehr anbrennen ließen und nach dem Sieg gegen Oeventrop einen weiteren Befreiungsschlag landeten. „Wir mussten Christian Kuhnhenne leider schon nach 23 Minuten verletzt auswechseln, haben in der ersten Halbzeit aber trotzdem gut dagegen gehalten und hatten auch die klareren Chancen. Durch einen individuellen Fehler sind wir leider in Rückstand bekommen und konnten den leider nicht mehr korrigieren. Ein Unentschieden wäre aus meiner Sicht das gerechtere Ergebnis gewesen, aber es nützt alles nichts. Wir müssen weiter Gas geben“, sagte Jens Fresen.
Spieldetails
Vatanspor Hemer – BC Eslohe 3:2 (1:0). Der BC Eslohe bleibt ein gern gesehener Gast und auswärts ein Punktelieferant. Bei Vatanspor Hemer schrammten die Blau-Weißen knapp an ihrem zweiten Auswärtssieg vorbei und standen am Ende sogar mit leeren Händen da. Abdulhanan Sular brachte Vatanspor in einer packenden Partie nach 35 Minuten in Führung, die die Gäste durch Mathis Lüttecke in der 62. Minute egalisieren konnten. Daraufhin wurde Eslohe stärker und konnte die Partie nach 83 Minuten durch ein Tor von Lukas Hümmler sogar drehen. Die Nachspielzeit entwickelte sich aber zum Alptraum für die Gäste, in der Sascha Barnefske mit einem Traumtor erst für den Ausgleich sorgte (90.+1) und Okan Gözütok mit einem verwandelten Elfmeter für die erneute Wende und den umjubelten Siegtreffer des Aufsteigers sorgte (90.+3). „Die Jungs haben die richtige Reaktion auf die 0:8-Schmach in Bödefeld gezeigt und einen verdienten Sieg errungen. So viel Dramatik brauche ich aber nicht jede Woche. Nach dem 1:0 hätten wir einfach nachlegen müssen. Stattdessen hat Eslohe das Spiel gedreht, ehe wir dann in der Nachspielzeit doppelt zurückgeschlagen haben“, berichtete Vatanspors Coach Ramazan Ceylan. Eslohes Trainer Jürgen Winkel haderte: „Es ist eine unverdiente Niederlage. Nach dem Pausenrückstand sind wir vorne drauf gegangen und haben das Spiel gedreht. Ein Sonntagsschuss und ein Elfmeter haben uns aber um unseren Lohn gebracht.“
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Cedric Hanfland | Zum Profil | ![]() |
SG Serkenrode/Fretter – SV Hüsten 09 3:1 (3:1). Im Verfolgerduell bei der SG Serkenrode/Fretter musste sich der SV Hüsten 09 mit 1:3 geschlagen geben und damit vorerst den dritten Tabellenplatz eingebüßt. Vor allem im ersten Durchgang hatten die Gäste große Probleme und gerieten gegen die Spielgemeinschaft, die in der Vorwoche noch mit 0:5 in Freienohl untergegangen war, klar in Rückstand. Spielertrainer Phillip Hennes (14.), Matthias Schmidt-Holthöfer (29.) und Tim Gies (37.) schossen eine klare 3:0-Führung für ihre Farben heraus, auf die Steffen Kern in der 44. Minute zumindest mit dem Anschlusstreffer antwortete (44.). Der erhöhte Druck im zweiten Abschnitt brachte den Hüstenern allerdings nichts zählbares mehr ein, sodass die 09er ihre erste Niederlage im Kalenderjahr 2025 hinnehmen mussten. Die hatte kurz vor dem Ende mit der gelb-roten Karte gegen Nils Klauke dann auch noch einen weiteren Wehrmutstropfen (90.+5). „Wir haben es mal clever gespielt und durch einfachen Fußball hochverdient gewonnen. Ein, zwei Drangphasen mussten wir in der zweiten Halbzeit überstehen, aber das gehört in so einem Spiel dann auch mal dazu. Für uns ist es jetzt wichtig, uns nicht groß zu feiern, denn wir müssen zusehen und daran arbeiten, dass wir es auch auswärts mal auf den Platz bekommen“, machte SG-Spielertrainer Phillip Hennes deutlich. 09-Coach Holger Wortmann bemängelte: „In der ersten Halbzeit war es eine katastrophale Leistung von uns. Die drei Gegentore haben wir uns praktisch selbst reingelegt und den Gegner mit dem schlechtem Verhalten zum Toreschießen eingeladen. Nach dem Seitenwechsel war es dann zwar ein Spiel auf ein Tor, aber unter dem Strich war das doch ziemlich ernüchternder Auftritt von uns.“
Die SG Bödefeld/Henne-Rartal verspielte beim VfL Bad Berleburg eine 3:1-Führung. Foto: Stefan Stark
VfL Bad Berleburg – SG Bödefeld/Henne-Rartal 3:3 (1:1). Die SG Bödefeld/Henne-Rartal ist beim VfL Bad Berleburg trotz klarer Führung in der Schlussphase nicht über ein 3:3-Unentschieden hinaus gekommen. Das lag daran, dass der VfL in Yannik Lückel den Spieler des Spiels in seinen Reihen hatte, der schon für den 1:1-Pausenstand verantwortlich. Den Führungstreffer seiner Mannschaft in der 32. Minute machte der VfL-Kapitän im direkten Gegenzug mit einem Eigentor wieder zunichte (33.). Nach dem Seitenwechsel drückte Bad Berleburg dann auf die erneute Führung, die in der 65. Minute aber durch Jonathan Müller für die Gäste fiel. Die befanden sich nach dem 3:1 von Cedric Hanfland dann eigentlich schon auf der Siegerstraße (74.), ließen sich davon aber durch Bad Berleburgs Torjäger noch abbringen. Der ließ seine Farben nach dem 2:3 in der 83. Minute wieder hoffen und setzte in der sechsten Minute der Nachspielzeit mit einem verwandelten Elfmeter den Schlusspunkt zum 3:3-Endstand. „Der Punkt ist mehr als verdient, da wir das bessere Team waren. Der Gegner hat aus zwei Chancen drei Tore gemacht, aber wenn man oben steht, hat man das Glück. Wenn wir den Ausgleich fünf Minuten früher gemacht hätten, wären wir wohl auch noch als Sieger vom Platz gegangen, da die Gäste stehend K.O. waren“, meinte VfL-Coach Björn Breuer. SG-Trainer Max Szafranski sagte: „Wir waren zunächst gut drin und haben nach dem Gegentor sofort zurück geschlagen. Nach der Pause waren wir dann bis zum 2:1 überhaupt nicht auf dem Platz und hatten Glück, dass Bad Berleburg nicht in Führung gegangen ist. Nach dem 3:1 und beim Stand von 3:2 hatten wir zahlreiche Situationen, um mit dem vierten Tor das Spiel zu entscheiden. Das haben wir nicht gemacht und daher dann am Ende nur einen statt drei Punkte mitgenommen.“
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Bezirksliga Staffel 4 – Spielplan & Tabelle | Zur Liga | ![]() |
SG Hemer – SV Brilon 2:1 (2:1). Im Duell zwischen der SG Hemer und dem SV Brilon mussten sich die Gäste mit 1:2 knapp geschlagen geben und verpassten damit erneut das Erreichen der 30 Punkte-Marke. Alessandro Silvestro (14./FE) und Gianluca Grahl (25.) sorgten mit ihren Toren schnell für eine komfortable 2:0-Führung der Hausherren. Brilon kam durch den Treffer von Moritz Wegener in der 44. Minute zwar kurz vor dem Ende des ersten Durchgangs auf 1:2 heran, konnte die Niederlage nach dem Seitenwechsel aber nicht mehr abwenden. Stattdessen sah der bereits ausgewechselte Jannik Walther in der 90. Minute wegen unsportlichen Verhaltens noch die gelb-rote Karte.
-> Galerie: TuS Oeventrop – TuRa Freienohl 1:3
-> Galerie: TuS Medebach – SF Hüingsen 0:2








