Die Amateurfußballszene im Hochsauerland hat eine ihrer bekanntesten Stimmen verloren: Heinz Heinemann aus Brilon ist nach schwerer Krankheit am Dienstag, den 17. März, verstorben. Über Jahrzehnte hinweg berichtete er als freier Mitarbeiter der Westfalenpost über den Fußball in der Region – und wurde selbst zu einer festen Größe auf den Sportplätzen.
Seit 1979 war Heinz Heinemann für die Zeitung im Einsatz. Sein erster Bericht handelte von einer Partie des damaligen Landesligisten SV Deifeld gegen den BC Eslohe – ein Spiel, zu dem er wegen der Schneemassen zunächst gar nicht gelangen konnte. Es war der Beginn einer außergewöhnlich langen journalistischen Laufbahn, die mehr als vier Jahrzehnte umspannen sollte. Der gebürtige Briloner kannte den Amateurfußball nicht nur aus der Reporterperspektive. Er spielte selbst für den SV Brilon mehrere Jahre in der Landesliga und war später auch als Trainer tätig. Diese Nähe zum Fußball prägte seine Berichterstattung: Sachlich, nah an den Menschen und mit einem feinen Gespür für die Geschichten, die der Amateurfußball schreibt.
Auf den Sportplätzen im Hochsauerlandkreis war Heinz Heinemann nahezu überall bekannt. Viele Sonntage verbrachte er auf mehreren Anlagen hintereinander, machte Fotos, führte Gespräche und sammelte Eindrücke für seine Berichte. „Für mich ist der Sonntag der WP-Sonntag“, sagte er einmal in einem Interview – eine Haltung, die seinen Einsatz über Jahrzehnte beschrieb. Heinz Heinemann erlebte den Amateurfußball in ganz unterschiedlichen Zeiten: Von kleinen Umkleiden in Vereinslokalen und geselligen Runden nach den Spielen bis hin zur digitalen Berichterstattung mit Smartphone. Er hielt mit den technischen Veränderungen Schritt, blieb dabei aber stets dem lokalen Fußball und seinen Menschen verbunden.
Auch besondere Momente begleiteten seine Arbeit. Unvergessen blieb für ihn etwa der Besuch des FC Bayern München im Jahr 1994 im Stadion Große Wiese in Hüsten, als er als Bayern-Fan selbst an der Organisation beteiligt war und Stars wie Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß und Lothar Matthäus begrüßte. Doch die wahren Geschichten fand Heinz Heinemann meist dort, wo der Amateurfußball zu Hause ist: Auf den Plätzen zwischen Brilon, Olsberg, Meschede oder Eslohe. Mit seiner offenen Art und seinen guten Kontakten in die Vereine wurde er für viele Spieler, Trainer und Funktionäre zu einem vertrauten Gesicht.
Mit Heinz Heinemann verliert der Hochsauerländer Amateurfußball nicht nur einen langjährigen Berichterstatter, sondern auch einen Menschen, der diese Fußballwelt mit großer Leidenschaft begleitet hat.


Die Landesligisten SuS Bad Westernkotten und
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