Der achte Spieltag in der „Bundesliga des Sauerlandes“ wurde von einer Horror-Verletzung im Topspiel zwischen dem TuS Sundern und dem SV Oberschledorn/Grafschaft, das die Hausherren mit 4:1 gewinnen konnten, überschattet. Sportlich verteidigte Sundern damit aber Platz zwei. Spitzenreiter bleibt der SV Schmallenberg/Fredeburg, der mit dem TuS Erndtebrück II keinerlei Mühe hatte.
SV Schmallenberg/Fredeburg – TuS Erndtebrück II 7:0 (4:0). Einen ungefährdeten Sieg feierte der SV Schmallenberg/Fredeburg im Heimspiel gegen den TuS Erndtebrück II. Marco Gorges besorgte in der 14. Minute per Strafstoß die Führung für die Hausherren, die schnell für klare Verhältnisse sorgten und nach dem 2:0 von Maurice Dobbener davonzogen (22.). In der frühzeitig entschiedenen Partie machten Luca Schörmann (31.), Visar Rama (38. und 80.), Marco Gorges (87.) und Fabio Gorges (90./FE) anschließend den Kantersieg den Tabellenführer perfekt. „Die erste Halbzeit war richtig stark von uns. Da war die Messe dann schon gelaufen. Im zweiten Durchgang haben wir einen Gang heruntergeschaltet“, berichtete Schmallenbergs Trainer Merso Mersovski.
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BC Eslohe – TuS Oeventrop 2:0 (0:0). Der BC Eslohe hat die Pflichtaufgabe gegen den TuS Oeventrop glanzlos erfüllt. Lange Zeit hielt der sieglose Tabellenvorletzte im Fun- und Sportpark Eslohe mit und hatte durch Kevin Schöller (5.), Maximilian Schlinkert (38.) und Hendrik Sommer (58.) drei sehr gute Gelegenheiten, die die Grün-Weißen aber nicht zum Führungstreffer nutzen konnten. Das rächte sich, da Eslohe Mitte des zweiten Durchgangs nur 180 Sekunden benötigte, um durch Treffer von Lukas Hümmler (63.) und Matthias Althaus (66.) auf 2:0 davonzuziehen. Damit war die Vorentscheidung auch schon gefallen, sodass Eslohe in der Folge keine große Mühe mehr hatte, den Vorsprung zu verwalten und den sechsten Saisonsieg einzufahren. „Bei uns fehlte in den ersten 45 Minuten von allem ein bisschen. Wir haben in der Pause taktisch umgestellt und in allen Bereichen zugelegt. Daher geht der Sieg dann letztlich auch in Ordnung“, erklärte Eslohes Trainer Jürgen Winkel. Oeventrops Coach Sebastian Wessel sagte: „Für uns wäre mehr möglich gewesen, wenn wir eine unserer drei hochkarätigen Möglichkeiten genutzt hätten. Es war zwar eine Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche zu erkennen, aber am Ende des Tages ist Fußball ein Ergebnissport – und wir haben wieder verloren.“
TuRa Freienohl – SG Winterberg/Züschen 2:0 (0:0). TuRa Freienohl hat seinen Lauf auch gegen die SG Winterberg/Züschen fortgesetzt und die Partie durch zwei späte Tore mit 2:0 für sich entschieden. Die Hausherren waren von Beginn an das Team, das spielerisch mehr investierte. Winterberg/Züschen hielt dagegen kämpferisch dagegen und holte sich mehrere gelbe Karten ab, von denen Fabiano Lai in der 67. Minute dann die zweite sah und somit des Feldes verwiesen wurde. In Überzahl erhöhte Freienohl noch einmal die Schlagzahl und bog schließlich noch auf die Siegerstraße ein. Nach 84 Minuten war es Marius Feicke, der die Weichen für die Rot-Weißen stellte. Den Schlusspunkt zum 2:0-Endstand setzte schließlich Steve Banyik, der in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Sack endgültig zu machte. „Der Sieg ist in meinen Augen hochverdient. In Überzahl haben wir es endlich geschafft, den Ball über die Linie zu bringen. Das Einzige, was die SG mit nach Freienohl gebracht hat, war Härte. Wir sind aber ruhig geblieben und haben uns daher auch die drei Punkte mehr als verdient“, lobte TuRa-Trainer Frederic Quebbemann.
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FC Assinghausen/Wiemeringhausen/Wulmeringhausen – TuS Voßwinkel 7:1 (2:1). Das nächste Debakel hat der TuS Voßwinkel beim FC Assinghausen/Wiemeringhausen/Wulmeringhausen erlebt. In der Rot-Weiß-Arena in Wiemeringhausen erzielte Moritz Bücker schon in der fünften Minute das 1:0 für den FC. Noel Gomes gelang daraufhin zwar der Ausgleich (16.), doch in der Folge ging es aus Sicht der Gäste einmal mehr dahin. Nach dem 2:1 von Cedric Marx in der zwanzigsten Minute brauchen auf Voßwinkeler Seite im zweiten Durchgang alle Dämme, sodass Christof Grosser (52.), Marco Dommach (63.), Yavuz Barut (73.), Hendrik Haas (88.) und Joschua Wicklein (90.) mit ihren Toren den höchsten Saisonsieg des FC Assinghausen/Wiemeringhausen/Wulmeringhausen herausschießen konnten. „Wir haben das Spiel ganz souverän gewonnen, auch wenn der erste Durchgang etwas zäh war. Das Resultat geht auch in der Höhe so in Ordnung“, resümierte FC-Coach Christoph Keindl. Voßwinkels spielender Co-Trainer Philipp Völker, der Chef-Coach Marco Grebe vertrat, haderte: „In der ersten Halbzeit war es eigentlich ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Danach haben wir dann vollkommen unnötig das 1:3 und 1:4 kassiert und fortan alles vermissen lassen, was wir uns in der Pause vorgenommen hatten. Dass wir wieder drei Mal aufgrund von Verletzungen wechseln müssen, tut dem ganzen sein übriges.“
TuS Rumbeck – SuS Langscheid/Enkhausen 2:6 (1:4). Der TuS Rumbeck kann nach der achten Niederlage im achten Spiel bereits für die A-Liga planen. Auch gegen den SuS Langscheid/Enkhausen, der bislang den ersten Nichtabstiegsplatz belegte, war das Schlusslicht chancenlos und ging mit 2:6 unter. Die Gäste waren von Beginn an drückend überlegen und führten bereits nach 24 Minuten durch Tore von Jonas Klaucke (9.), René Weißbach (12. und 24.) und Jonah Sasse (22.) mit 4:0. Alle entscheidenden Fragen waren damit längst geklärt, sodass der SuS in der Folge einige Gänge zurückschalten konnte. Dennoch reichte das, um durch Treffer von Oliver Niedbala (57.) und Dominik Meisterjahn (60./FE) noch das halbe Dutzend vollzumachen. Rumbeck kam durch Tore von Justin Hain (35.) und Siyar Akgün (85.) immerhin zu zwei Ehrentreffern. „Wir haben in der ersten halben Stunde nicht stattgefunden. Langscheid/Enkhausen hat natürlich verdient gewonnen, wobei das Ergebnis ein bis zwei Tore zu hoch ausgefallen ist“, stellte TuS-Trainer Daniel Struwe klar. SuS-Coach Mario Droste sagte: „Wir haben eine souveräne Leistung abgerufen und schnell für klare Verhältnisse gesorgt. Einziger Wehrmutstropfen ist die Verletzung von Torwart Andree Seidel, die hoffentlich nicht so schlimm ist. Dadurch stand in der Schlussphase Burak Mucuk zwischen den Pfosten.“

SF Birkelbach – SG Bödefeld/Henne-Rartal 3:1 (0:1). Die SF Birkelbach haben der SG Bödefeld/Henne-Rartal die erste Saisonniederlage beigebracht. Dabei war die Spielgemeinschaft im ersten Durchgang drückend überlegen, betrieb aber regelrechten Chancenwucher. Einzig Marc Sander brachte due Kugel dann mal an Birkelbachs Torhüter Janek Müller vorbei und besorgte damit nach dreißig Minuten die Pausenführung. In Rückstand liegend kämpfte sich Birkelbach aber in die Partie hinein und schaffte im zweiten Durchgang die schnelle Wende. Durch zwei Distanzschüsse, die Are Wolzenburg (55.) und Niklas Duchardt (58.) im Kasten unterbrachten, kippte die Partie zu Gunsten der Sportfreunde, die in der 78. Minute mit dem zweiten Treffer von Are Wolzenburg alles klar machten. „Das ist eine absolut unverdiente, aber auch selbstverschuldete und unnötige Niederlage. Wir hätten zur Pause eigentlich mindestens mit 3:0 führen müssen, haben aber klarste Chancen nicht genutzt. Außerdem bleibt anzumerken, dass der Schiedsrichter die teils überharten Aktionen des Gegners nicht angemessen sanktioniert hat, denn sonst hätte Birkelbach das Spiel zu neunt beendet“, war SG-Coach Max Szafranski bedient.
TuS GW Allagen – SG Serkenrode/Fretter 2:1 (2:0). Die SG Serkenrode/Fretter hat ihren Negativlauf auch beim TuS GW Allagen nicht stoppen können und die vierte Niederlage in den letzten fünf Spielen kassiert. Durch einen abgefälschten Freistoß von Marvin Gosmann gingen die Hausherren in Führung (28.), die den Vorsprung nur fünf Zeigerumdrehungen später durch Luigi Catalano auf 2:0 ausbauten (33.). Nach dem Seitenwechsel sah SG-Kicker Moritz Heimes dann auch noch die rote Karte (64.). Überraschenderweise lief es aber erst danach bei den Gästen besser, die aber nur noch den Anschlusstreffer durch Luc Hoheiser zustande brachten (77.). “Die Niederlage ist verdient. Wir haben leider erst nach der roten Karte Fußball gespielt. Das ist einfach zu wenig”, war SG-Spielertrainer Christian Günther enttäuscht.
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TuS Sundern – SV Oberschledorn/Grafschaft 4:1 (1:0). Der TuS Sundern hat das Topspiel gegen den SV Oberschledorn/Grafschaft zwar mit 4:1 gewonnen, musste den sechsten Saisonsieg aber teuer bezahlen. Beim Stand von 1:0, das Felix Tigges in der 22. Minute auf kuriose Art und Weise besorgte, wurde Jan Büsse böse gefoult, sodass die Partie lange unterbrochen werden musste. Mit Verdacht auf einen Schien- und Wadenbeinbruch wurde der 20-jährige TuS-Stürmer ins Krankenhaus gebracht, sodass das sportliche Geschehen in der Folge keinen großen Stellenwert mehr hatte. Der Schiedsrichter, der das Foul mit der gelben Karte ahndete, konnte in der Folge aber immerhin noch vier Mal zum Mittelpunkt zeigen, da Sundern die Partie nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Marcel Hölscher (80.) noch mit 4:1 für sich entscheiden konnte. Auf das 2:1 von Erik Dier in der 81. Minute ließen Maximilian Mertin (90.) und Felix Tigges (90.+1) noch zwei weitere Treffer folgen. Große Freude über den Heimsieg keimte beim Tabellenzweiten aber nicht auf. „Das Ergebnis ist absolut irrelevant. Ab der Verletzung war alles andere zweitrangig“, sagte TuS-Trainer Fabio Granata. SVO-Coach Sebastian Meyer erklärte: „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht wider. Wir haben aber hinten heraus komplett den Faden verloren. Ein Unentschieden wäre machbar gewesen. Die Verletzung von Jan Büsse überschattet das Spiel natürlich. Für das Foul, das definitiv keine Absicht war, hätte man auch die rote Karte zeigen können. Wir hoffen natürlich, dass sich der Verdacht nicht bestätigt und der Junge schnell wieder auf die Beine kommt.“




