Foto: Jan Stratmann
Das Pflichtspieljahr 2021 ist für den VfB Marsberg am Freitag, den 10. Dezember, zu Ende gegangen – und es kommen ungemütliche Weihnachten auf die Diemelstädter zu. Im vorgezogenen Heimspiel gegen den USC Altenautal kassierte der VfB seine zehnte Saisonniederlage und schloss die Hinrunde in der Bezirksliga Staffel 3 durch das 0:1 (0:1) mit lediglich 15 Punkten ab. Noch am dritten Advent könnte der VfB auf einen Abstiegsplatz zurückfallen.
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Dass das Spiel im Diemelstadion aber überhaupt ausgetragen wurde, war schon überraschend – und äußerst gefährlich. Die Stollen der Spieler klackerten regelrecht über den gefrorenen Kunstrasenplatz, sodass sich eine regelrechte Rutschpartie entwickelte. Schiedsrichter Philip Dräger teilte match-day.de angesprochen auf die äußerst fraglichen Bedingungen in der Halbzeitpause mit, dass beide Mannschaften allerdings darauf gedrängt hätten, dass gespielt würde. VfB-Coach Paul Bender stellte jedoch klar, dass er persönlich nie angepfiffen hätte.
Und die Platzverhältnisse sollten im Spielverlauf auch ihren Tribut fordern. Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel prallte ein Spieler der Gäste auf die Schulter und musste daraufhin ausgewechselt werden. Zu diesem Zeitpunkt lag Marsberg allerdings schon mit 0:1 zurück, da der USC Altenautal in der ersten Halbzeit der insgesamt wenig unterhaltsamen Begegnung einmal erfolgreich war. Nachdem zunächst ein Kopfballtreffer des Tabellenfünften aufgrund einer Abseitsposition nicht anerkannt wurde (27.), bestrafte Kai Schumacher kurze Zeit später einen Marsberger Ballverlust im Aufbauspiel und besorgte die Pausenführung (30.).

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten versuchte der VfB den Druck zu erhöhen, hatte aber wie der Gegner sichtlich mit den schwierigen bis fast schon unzumutbaren Platzverhältnissen zu kämpfen. Großchancen waren hüben wie drüber rar gesät, da beide Mannschaften eher auf Glatteis surften als kontrollierten Fußball spielten. Die erste wirklich nennenswerte Gelegenheit der zweiten Halbzeit ließ so bis zur 79. Minute auf sich warten, als der eingewechselte Patrick Wöhning die Entscheidung auf dem Fuß hatte, aus spitzem Winkel aber nicht einschieben konnte.
Dadurch blieben die Hausherren im Spiel, schlitterten aber dennoch in ihre zehnte Niederlage der laufenden Saison. Auch wenn dem VfB in der Schlussphase das Bemühen nicht abzusprechen war, schafften es die Diemelstädter letztlich nicht, USC-Keeper Maximilian Spenner ernsthaft zu prüfen. Alexander Picht ließ in der 84. Minute noch die beste VfB-Möglichkeit liegen, als er eine Flanke von Marco Kraemer in aussichtsreicher Schussposition nicht unter Kontrolle bringen konnte.
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So stand unter dem Strich eine 0:1-Pleite, die aufgrund des hartgefrorenen Untergrunds aber eigentlich nicht hätte zustande kommen dürfen. Das sah auch Marsbergs Trainer Paul Bender so: „Es waren grenzwertige Verhältnisse. Leider haben wir wieder verloren, worüber wir sehr enttäuscht sind. Wir müssen die Winterpause unbedingt nutzen, um uns in allen Bereichen zu verbessern und es zu schaffen, den Klassenerhalt in der Rückrunde zu erreichen.“
VfB-Mittelfeldspieler Marcel Langhoff ergänzte: „Der Schiedsrichter hat beide Teams gefragt, ob wir spielen wollen. Aus meiner Sicht war der Platz nicht bespielbar, aber beide Mannschaften mussten damit zurecht kommen, sodass das für uns keine Ausrede sein kann. Fußballspielen war nicht wirklich möglich, aber wir haben den Kampf angenommen. Ärgerlich ist einfach, dass wir uns durch einen individuellen Fehler wie schon zuletzt in Geseke wieder einmal um unseren Lohn gebracht haben.“
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Matthias Berg, Co-Trainer des USC Altenautal, erklärte: „Es war auf jeden Fall zweifelhaft, das Spiel anzupfeifen. Allerdings sind wir angereist und haben daher versucht, die Hinrunde zu Ende zu bringen. Die Jungs haben die schwierigen Verhältnisse von der ersten bis zur letzten Minute angenommen und auch nicht unverdient gewonnen, weil wir den Sieg etwas mehr wollten als der Gegner.“





