Dieser Auftakt war verheißungsvoll: Am Dienstag, den 27. Dezember, ist die heimische Hallensaison mit der Vorrundengruppe A der 44. Arnsberger Hallenstadtmeisterschaft sehenswert eröffnet worden. Während Westfalenligist SC Neheim und A-Ligist SG Herdringen/Müschede auf dem Hallenparkett sportlich überzeugen und den Einzug in die Endrunde perfekt machen konnten, durfte sich Ausrichter Türkiyemspor Neheim-Hüsten über eine große Zuschauerzahl freuen. Positiv verlief das Turnier auch für den TuS Voßwinkel, der als Gruppendritter aber noch um das Finalticket zittern muss.
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Großer Zuschauerandrang herrschte beim Auftakt der 44. Arnsberger Hallenstadtmeisterschaft. Nach zweijähriger Corona-Zwangspause war bei den heimischen Fußballfans die Sehnsucht nach dem Budenzauber derart groß, dass der Turnierbeginn aufgrund langer Schlangen beim Einlass sogar um 15 Minuten nach hinten verschoben wurde. 500 Zuschauer fanden sich letztlich zur Vorrundengruppe A unter dem Dach der Sporthalle Große Wiese ein und verliehen der wohl prestigeträchtigsten Hallenstadtmeisterschaft im gesamten Hochsauerland am ersten Turniertag einen würdevollen Rahmen.
| SG Herdringen/Müschede I | Zum Profil |
Und auch sportlich kamen die Besucher auf ihre Kosten, denn vor allem der SC Neheim wusste seinen Status als Turnierfavorit zu unterstreichen. Gleich im Auftaktspiel machte der Westfalenligist mit dem TuS Voßwinkel kurzen Prozess und schoss einen 9:0-Kantersieg heraus. Erster Torschütze des Turniers war Johannes Thiemann, der sich wie Winterzugang Alwin Weber und Patrick Nettesheim in dieser Partie drei Mal in die Torschützenliste eintragen konnte. Aber auch mit dem C-Ligisten FC BW Gierskämpen (5:0) und dem A-Ligisten TuS Rumbeck (4:1) hatte der SC keine große Mühe. Einzig die SG Herdringen/Müschede brachte den Titelverteidiger ins Straucheln und zwei Mal in Rückstand, letztlich blieb Neheim durch ein 2:2 aber ungeschlagen.
| TuS Voßwinkel I | Zum Profil |
Hinter dem Rekordsieger der Arnsberger Hallenstadtmeisterschaft rangierte sich die SG Herdringen/Müschede ein und wusste sich als Gruppenzweiter ebenfalls für den Finaltag zu qualifizieren. Gleich im ersten Spiel fuhr die Spielgemeinschaft einen wichtigen 3:1-Erfolg gegen den TuS Rumbeck ein, sodass nach dem unterhaltsamen 6:3-Sieg gegen den FC BW Gierskämpen das Ticket für die Endrunde schon zum Greifen nah war. Und auch gegen Neheim wusste Herdringen/Müschede stark aufzuspielen, ging gegen den Westfalenligisten zwei Mal in Führung und erkämpfte sich ein 2:2, sodass die Spielgemeinschaft durch ein abschließendes 2:0 gegen Voßwinkel sogar gemeinsam mit dem SC auf zehn Punkte kam.

Auf den Einzug in die Endrunde darf auch der TuS Voßwinkel noch hoffen, obwohl der Einstieg ins Turnier mit einem 0:9-Debakel gegen den SC Neheim alles andere als gut verlief. Die Schmach gegen den Westfalenligisten schüttelte der Bezirksligaabsteiger aber schnell aus den Federn und setzte sich anschließend mit 2:1 gegen den TuS Rumbeck durch. Und auch gegen den FC BW Gierskämpen behielten die Grün-Weißen mit 3:2 die Oberhand, sodass der TuS im abschließenden Gruppenspiel gegen die SG Herdringen/Müschede den Sprung auf Rang 2 sogar in der eigenen Hand hatte. Für diesen reichte es jedoch nicht, da die Begegnung gegen den Ligakonkurrenten mit 0:2 verloren ging und Noel Gomes zudem wegen Handspiels die rote Karte sah. Mit sechs Punkten und einem Torverhältnis von 5:14 könnte es für Voßwinkel eng werden.
| FC BW Gierskämpen I | Zum Profil |
Teuer verkauft hat sich C-Ligist FC BW Gierskämpen, der mit einigen ehemaligen Hallenstadtmeistern allerdings nicht an die Erfolge aus alten Zeiten anknüpfen konnte. Der SC Neheim war bei der 0:5-Auftaktpleite schlichtweg eine Nummer zu groß. Enger war es dann gegen die drei A-Ligisten der Gruppe, doch weder gegen die SG Herdringen/Müschede (3:6) noch gegen den TuS Voßwinkel (2:3) konnte der Tabellenführer der Kreisliga C Arnsberg nach packendem Kampf punkten. Mit einem 3:1-Derbysieg gegen den TuS Rumbeck konnten sich die Blau-Weißen aber versöhnlich aus der 44. Auflage der Arnsberger Hallenstadtmeisterschaft verabschieden.
| TuS Rumbeck I | Zum Profil |
Enttäuschend verlief das erste Hallenturnier seit drei Jahren dagegen für den TuS Rumbeck, der die Qualifikation für die Endrunde deutlich verpasste. Gleich im ersten Spiel zog der Bezirksligaabsteiger gegen die SG Herdringen/Müschede mit 1:3 den Kürzeren und verlor neben dem Spiel auch noch Leon Blaschke, der eine von zwei roten Karten des ersten Turniertages sah. Aber auch gegen den TuS Voßwinkel konnte der Bezirksligaabsteiger nicht überzeugen und stand durch ein 1:2 bereits vor dem Aus, das ein 1:4 im darauffolgenden Spiel gegen den SC Neheim bereits besiegelte. Somit war das Stadtderby gegen den FC BW Gierskämpen nicht mehr von großem sportlichen Wert, ging aus Sicht der Rot-Weißen aber auch noch mit 1:3 verloren, sodass der TuS punktlos die Segel strich.
| Alwin Weber | Zum Profil |
Insgesamt bekamen die 500 Zuschauer sagenhafte 50 Tore in der Vorrundengruppe A der 44. Arnsberger Hallenstadtmeisterschaft zu sehen. Torreiche Duelle sorgten bei den Tribünengästen für Unterhaltung. Beste Torschützen der Vorrundengruppe A waren Neheims Alwin Weber und Patrick Nettesheim sowie Blerant Veliqi mit je fünf Treffern. Die Lust auf mehr ist geweckt. Beste Voraussetzungen also für die Vorrundengruppe B, die am Mittwoch, den 28. Dezember, mit dem SV Hüsten 09, SV Bachum/Bergheim, TuS Oeventrop, DJK GW Arnsberg und TuS Niedereimer ab 18:00 Uhr stattfindet.
-> Galerie: 44. Arnsberger Hallenstadtmeisterschaft – Gruppe A




