Am 23. Spieltag der „Bundesliga des Sauerlandes“ hat Fatih Türkgücü Meschede mit einem 3:0-Derbysieg bei TuRa Freienohl einen bedeutsamen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht und seinen Vorsprung auf Platz 2 auf fünf Punkte ausgebaut. Herbstmeister SF Hüingsen verlor derweil auch sein drittes Spiel in Folge und scheint sich mit der 1:3-Niederlage gegen den VfL Bad Berleburg aus dem Titelrennen verabschiedet zu haben.
TuRa Freienohl – Fatih Türkgücü Meschede 0:3 (0:1). Fatih Türkgücü Meschede hat die Tür zur Landesliga am 23. Spieltag weit aufgestoßen und durch einen 3:0-Derbysieg bei TuRa Freienohl seinen Vorsprung auf fünf Punkte ausgebaut. Vor 300 Zuschauern in der Küppelkampfbahn fiel der erste Treffer in der 14. Minute. TuRa-Torwart Jannik Erlmann konnte zwei Abschlüsse der Gäste noch abwehren, war gegen den zweiten Nachschuss von Burak Yavuz aber machtlos. Allerdings blieben die Hausherren danach im Spiel, verschoben immer wieder geschickt und offenbarten so nur wenig Lücken. Fatih Türkgücü Meschede hatte zwar mehr Ballbesitz, wusste damit aber nur selten gefährlich zu werden, sodass es beim Stand von 0:1 in die Kabinen ging. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie dann ruppiger, sodass Schiedsrichter Rene Schrottke in der 58. Minute erstmals hart eingriff und Fatih-Verteidiger Tuna Balcan für eine Tätlichkeit mit der roten Karte vom Platz stellte. Die Überzahl konnte Freienohl aber nicht für sich nutzen und lief immer wieder in Konter. Statt des erhofften Ausgleich dezimierte sich Freienohl nach 76 Minuten ebenfalls, da auch Florian Pöttgen wegen Beleidigung seines Gegenspielers die rote Karte sah. In der Schlussphase warf TuRa dann alles nach vorne, doch Nejmettin Bayram (84.) und Selim Atmaca (87.) schlossen zwei Gegenstöße des Tabellenführers erfolgreich ab und bescherten ihrer Mannschaft damit den wichtigen Auswärtssieg. „Bis zur roten Karte für die Gäste waren wir gut im Spiel, haben sehr wenig zugelassen und hatten die klareren Chancen. In Überzahl haben wir aber zu viele Konter zugelassen, von denen Fatih Türkgücü Meschede dann zwei genutzt hat. Das Ergebnis – insbesondere in der Höhe – ist extrem ärgerlich. Wieder haben wir zuhause viel weniger geholt als eigentlich möglich gewesen wäre“, haderte TuRa-Spielertrainer Jannik Erlmann. Fatihs Coach Özcan Atmaca resümierte: „Es war wie erwartet ein sehr gutes Spiel von beiden Mannschaften. Bis zur ersten roten Karte waren die bessere Mannschaft, danach mussten wir uns mehr auf die Defensive konzentrieren. Letztlich hat sich unsere individuelle Qualität aber durchgesetzt. Ich bin sehr stolz auf die Jungs.“
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Burak Yavuz | Zum Profil | ![]() |
SF Hüingsen – VfL Bad Berleburg 1:3 (0:3). Für die SF Hüingsen dürfte der Traum vom Sprung in die Landesliga durch eine 1:3-Heimpleite gegen VfL Bad Berleburg geplatzt sein. Der Herbstmeister kassierte im achten Rückrundenspiel bereits seine fünfte Niederlage, liegt nun fünf Zähler hinter Platz 1 und hat zudem ein Spiel mehr bestritten als Fatih Türkgücü Meschede. Auch in der heimischen OBO-Arena konnten die Sportfreunde das Ruder nicht herumreißen und gerieten nach 20 Minuten durch ein Tor von Sebastian Wermeier in Rückstand. Auch im Anschluss ging Bad Berleburg sehr effizient mit seinen Möglichkeiten um und zog durch weitere Tore von Christopher Geisler (30.) und Daniel Gora (36./FE) bis zur Pause auf 3:0 davon. Hüingsen konnte zwar kurz nach dem Seitenwechsel durch Fabian Palczewski verkürzen (47.), brachte aber auch im Anschluss zu wenig Torgefahr auf, um noch eine Aufholjagd zu starten. „Meine Mannschaft war sehr bemüht. Leider hat Bad Berleburg seine Konter eiskalt abgeschlossen. In Summe war es offensiv aber auch zu wenig Durchschlagskraft, die wir entwickelt haben, sodass wir die Niederlage anerkennen müssen“, meinte Hüingsens Trainer Benny Huygens. Bad Berleburgs Coach Björn Breuer sagte: „Wir haben es in einem guten Spiel clever gemacht und verdient gewonnen. In der ersten Halbzeit waren wir sehr zielstrebig und konsequent mit und gegen den Ball.“
SG Bödefeld/Henne-Rartal – BC Eslohe 4:2 (2:1). Im Duell zwischen der SG Bödefeld/Henne-Rartal und dem BC Eslohe behielten die Hausherren mit 4:2 die Oberhand und feierten im siebten Rückrundenspiel ihren sechsten Sieg. Die Hausherren hatten zunächst mehr Spielanteile und belohnten sich nach zwölf Minuten mit dem Führungstreffer von Jonas Dünnebacke. Danach war Jonathan Müller erfolgreich, der in der 26. Minute zum 2:0 einnetzte. Eslohe glaubte aber trotz des schlechten Spielstands weiter an seine Chance und schaffte im weiteren Spielverlauf den Ausgleich. Noch vor der Pause markierte Kevin Lüttecke den Anschlusstreffer (37.), dann war Philip Bürger erfolgreich und stellte in der 78. Minute auf 2:2. Die Punkte wanderten aber trotzdem auf das Konto des Tabellenvierten, da Thorsten Trox in der 83. Minute einen Elfmeter zum 3:2 verwandelte und Leon Hermes in der Nachspielzeit einen Konter zum 4:2-Endstand abschloss (90.+3). „Das war ein ungemein wichtiger Arbeitssieg. Nach dem 2:0 haben wir es verpasst unser Spiel weiter durchzuziehen. Dadurch kam Eslohe wieder in die Partie. Der Ausgleich in der zweiten Halbzeit war für Eslohe auch verdient. Am Ende haben wir uns den Sieg dann erkämpft und noch einen sauberen Konter zu Ende gespielt“, berichtete SG-Coach Max Szafranski. Eslohes Trainer Jürgen Winkel sagte: „Wir haben in den ersten 25 Minuten keinen Zweikampf gewonnen und verdient hinten gelegen. In der zweiten Halbzeit haben wir besser gespielt und sind zum Ausgleich gekommen. Schiedsrichter Soroosh Rahimy hat dann einen klaren Elfmeter für die SG gegeben, der das Spiel in eine Richtung gelenkt hat. Allerdings war eine Situation im ersten Durchgang mindestens ebenso klar und hätte einen Strafstoß für uns zur Folge gehabt. Ich finde dennoch, dass der Schiedsrichter eine gute Leistung gebracht hat, aber leider hat er durch die Elfmetersituationen das Spiel entschieden.“
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Niklas Schmoll-Klute | Zum Profil | ![]() |
SV Affeln – SG Hemer 4:2 (2:0). Totgesagte leben länger: Der SV Affeln hat das “Must-win-Spiel” gegen die SG Hemer mit 4:2 für sich entschieden und den Rückstand auf das rettende Ufer damit noch einmal auf fünf Punkte verkürzt. 100 Zuschauer bekamen auf der Stummel ein rassiges Spiel mit vielen Höhepunkten zu sehen, in dem der erste Treffer in der 19. Minute fiel. Niklas Schmoll-Klute war zur Stelle und traf zum 1:0. Danach kam es für die Blau-Weißen noch besser, da Jonas Klippert in der 28. Minute zum 2:0-Pausenstand einschob. Hemer ging derweil zu fahrlässig mit den eigenen Möglichkeiten um. Trotzdem keimte bei den Gästen nach 64 Minuten wieder Hoffnung auf, als Fabian Neubacher den Rückstand halbierte. Allerdings schwächte sich die Sportgemeinschaft wenig später durch eine gelb-rote Karte gegen Abdulhanan Sular (70.), auf die Affeln wiederum das 3:1 durch Niklas Schmoll-Klute folgen ließ (77.). Noch immer war die Messe damit aber nicht gelesen, denn Hemer warf die Flinte nicht ins Korn und bekam in der 82. Minute einen Elfmeter zugesprochen, den SVA-Keeper Sven Kabath allerdings parieren konnte. So blieb die Zwei-Tore-Führung des Aufsteigers bestehen, der in der dritten Minute der Nachspielzeit durch den kurz zuvor eingewechselten Antonio De Leo alles klar machte. Mit dem Schlusspfiff gelang Hemer dann aber zumindest noch der zweite Treffer durch Niels Eling (90.+5). „Es hat alles gestimmt, was man für ein Fußballspiel gebracht. Allerdings ärgere ich mich schon fast, denn so eine Leistung müssten wir Woche für Woche bringen. Laufen und kämpfen kann man immer. Wichtig war aber, dass wir den Rückstand wieder verkürzt haben. In Summe war das eine überragende Mannschaftsleistung mit einem hervorragenden Sven Kabath, die uns nicht aufgeben lässt“, stellte Affelns Coach Cesare De Leo klar.

TV Fredeburg – SV Oberschledorn/Grafschaft 2:2 (1:2). Die Partie zwischen dem TV Fredeburg und dem SV Oberschledorn/Grafschaft endete 2:2-Unentschieden. Benjamin Sauer brachte die Gäste in der siebten Minute in Führung, die die Hausherren durch Jan Eiloff schnell egalisieren konnten (15.). Auch das 2:1, das erneut auf das Konto von Benjamin Sauer ging (42.), reichte dem Fusionsclub nicht zum Sieg, denn Fredeburg schlug durch Maximilian Steringer in der 76. Minute ein weiteres Mal zurück und sicherte sich durch dessen verwandelten Elfmeter einen Punkt. „Es war von beiden Mannschaften ein wildes Spiel. Das Unentschieden ist ein gerechtes Ergebnis. Beide Teams hatten noch zahlreiche weitere Chancen. Positiv ist, das wir zwei Mal einen Rückstand aufgeholt haben“, resümierte Fredeburgs Coach Moritz Koch. Oberschledorns Spielertrainer Lukas Gerbracht haderte: „Dass wir dieses Spiel nicht gewonnen haben, ist schwer zu akzeptieren. Nachdem wir die größte Druckphase von Fredeburg eigentlich überstanden hatten, haben wir den Gegner mit einem dicken Fehler selbst wieder ins Spiel zurückgeholt und in der Schlussphase beste Möglichkeiten zum Sieg vergeben.“
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Bezirksliga Staffel 4 – Spielplan & Tabelle | Zur Liga | ![]() |
FC Assinghausen/Wiemeringhausen/Wulmeringhausen – SG Winterberg/Züschen 5:2 (3:0). Einen klaren 5:2-Sieg hat der FC Assinghausen/Wiemeringhausen/Wulmeringhausen im Kellerduell gegen die SG Winterberg/Züschen gefeiert und damit als vorletzte Mannschaft der Liga den zweistelligen Punktebereich erreicht. Die Hausherren waren in der Rot-Weiß-Arena in Wiemeringhausen im ersten Durchgang klar überlegen und führten nach etwas mehr als einer halben Stunde durch einen Doppelpack des zukünftigen Bödefelders Moritz Bücker mit 2:0 (13. und 33.). Noch vor dem Seitenwechsel ließ Cedric Hanfland sogar das 3:0 folgen (38.), ehe David Meyer Sekunden nach dem Seitenwechsel schon alles klar machte (46.). Winterberg/Züschen zeigte beim Debüt von Neu-Trainer Nico Kappen aber Moral und kam durch ein Eigentor von Carlos Nöllke (50.) und einen Treffer von André Soares Pinheiro (74.) immerhin zu zwei Ehrentreffern. Zwischenzeitlich hatte Moritz Bücker aber noch seinen Dreierpack geschnürt, sodass es im Derby zwischen den beiden designierten Absteigern, das die Spielgemeinschaft aufgrund einer gelb-roten Karte gegen Timo Steinhausen ab der 63. Minute in Unterzahl beendete, nicht mehr spannend wurde (59.). „Das Ergebnis geht unter dem Strich in Ordnung. In der ersten Halbzeit waren wir deutlich besser, was sich auch im Ergebnis widergespiegelt hat. Nach dem Seitenwechsel hat Winterberg/Züschen etwas zugelegt und wir haben einen Gang heruntergeschaltet, aber ich hatte nie das Gefühl, dass etwas schief gehen könnte. Meine Jungs haben einen guten Job gemacht“, lobte FC-Trainer Markus Feldmann. Nico Kappen erklärte: „Wir hatten einen klaren Plan, der aber nicht im Ansatz umgesetzt wurde. Die Gegentore haben wir viel zu einfach hergeschenkt und waren immer einen Schritt zu spät im Zweikampf.“







